Eigentlich sollte es zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 nach mehrfachen Verzögerungen so weit sein: Die Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs und weiterer Kernbestandteile des Bahnprojekts „Stuttgart 21“.
Doch nun hat die Bahn bekanntgegeben, dass dies voraussichtlich erst 2027 erfolgen wird. Es ist zwecks besserer Planung vermutlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 davon auszugehen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die entsprechende Sachlage unternehmensintern schon längst bekannt ist und die Verkündung mit dem kürzlichen Wechsel an der Bahnspitze zusammenhängt. Klar ist: Mehr Ehrlichkeit tut diesem maroden Staatsunternehmen definitiv gut.
Klar ist aber auch: Stuttgart 21 war ein politisch gewolltes Projekt, und dass in Baden-Württemberg mittlerweile Berliner Zustände herrschen – man denke an die ähnlichen Verzögerungen und Kostensteigerungen beim Hauptstadtflughafen –, ist ein echtes Trauerspiel. Vor allem ist es auch politisch verschuldet. Schon längst hätte man nämlich die Deutsche Bahn AG unter Ausklammerung der Schieneninfrastruktur tatsächlich privatisieren und Letztere dafür (wie sonstige Verkehrsinfrastruktur auch) zur Chefsache erklären müssen. Ebenfalls wird sich zeigen, ob der politisch gewollte Neubau überhaupt den Anforderungen genügt. Nach Auffassung zahlreicher Experten hätten es für die geplanten Frequenzen ja mindestens zwei Gleise mehr sein müssen.
Während die anderen Parteien Billionen für Migranten-Alimentierung, „Energiewende“ und andere linke Hobbys verschwenden, hat die AfD jedenfalls andere Prioritäten. Der Staat hat seinen Kernaufgaben nämlich hinreichend nachzukommen und dafür gegebenenfalls tiefgreifende Reformen anzustoßen. Bei der Verkehrsinfrastruktur betrifft dies Straßen, Schienen, Wasserwege und Flughäfen gleichermaßen.
Stuttgart 21 zeigt vor allem auch: Bevor weitere prestigeträchtige Großprojekte geplant werden, sollte man zunächst einmal die bestehende Infrastruktur sanieren und modernisieren.