CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hält die Kernkraft in Baden-Württemberg für nicht umsetzbar. Niemandem würden dafür geeignete Orte einfallen, behauptete er vorgestern in Heilbronn. Man ist doch etwas erstaunt, wie die bisherigen baden-württembergischen Kernkraftwerke unter diesen Voraussetzungen überhaupt existieren konnten. Weiterhin bemängelt er eine KKW-Bauzeit von 10 bis 15 Jahren und kündigt allen Ernstes eine neue Offensive zur Erreichung der von Grün-Schwarz vorgenommenen 1000 neuen Windräder im Südwesten an.
Im bedeutend windreicheren Küstenland Schweden kennt man hingegen die tatsächlichen Fakten und denkt um: Der staatliche Energiekonzern Vattenfall kündigt den Bau von modularen Klein-Kernkraftwerken (SMR) an. Diese gelten als besonders sicher, günstig und zuverlässig. Im Verbund können auch SMRs natürlich immense Strommengen produzieren.
Zudem wird hier eben keine Bauzeit von 10 bis 15 Jahren nötig sein – China schaffte dies bereits in weniger als fünf Jahren; sogar drei Jahre gelten künftig als realistisch. Das Problem ist dabei neben der Innovationsfeindlichkeit der Kartellparteien vor allem die EU-Bürokratie – verantwortet von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU).
Insofern will sich die Von-der-Leyen-Merz-Hagel-Union mit solchen innovationsfeindlichen Aussagen offenbar erneut den Grünen an den Hals werfen. Nur die AfD steht für eine zuverlässige und bezahlbare Stromversorgung, die auf modernste Technik setzt. Die CDU steht hingegen für Windmühlen in windarmen Regionen sowie für keinerlei energiepolitisches Fachwissen und Macht-Opportunismus. Mit einem CDU-Ministerpräsidenten Manuel Hagel steht die wirtschaftliche Zukunft Baden-Württembergs insofern noch mehr als derzeit auf dem Spiel.
Sehr interessant ist dabei übrigens auch der Blick auf die politische Situation in Schweden, die grünen Allmachtsphantasien keine Chance lässt. Dort existiert nämlich keine Brandmauer, stattdessen wird die Regierungspolitik des Landes maßgeblich von den AfD-ähnlichen Schwedendemokraten bestimmt – im Verbund mit zwei CDU-Schwesterparteien und einer mit der FDP verbündeten Partei. Schweden macht es also vor: Weitere AfD-Zuwächse sind für einen nachhaltigen politischen Wandel essentiell.