Die politische Gewalt in Deutschland und Europa eskaliert zusehends, und ein großer Teil der Täter kommt eben nicht von rechts: Das zeigt der kürzliche Mordanschlag auf den slowakischen Ministerpräsidenten Fico, aber auch ein Angriff in der vergangenen Nacht in Schwerin.
Der AfD-Landtagsabgeordnete Martin Schmidt wurde dort nämlich in einem Lokal von einem linksgerichteten Täter angegriffen, nachdem dieser von der Identität des Abgeordneten und seiner Begleiter erfahren hatte. Ein Wurf mit einem Aschenbecher verursachte eine gefährliche Platzwunde am Kopf, die im Krankenhaus getackert werden musste. Mit seiner politischen Motivation ging der Angreifer dabei sehr offen um.
Leider wird dieser Angriff medial eher zurückhaltend thematisiert, auch wenn er ähnlich brutal wie jener auf den SPD-Europaabgeordneten Ecke war. Für die AfD steht hingegen fest: Jegliche politische Gewalt muss verurteilt und vor allem effektiv bekämpft werden, unabhängig von der Motivation und dem Opfer. Immerhin verurteilte der SPD-Innenminister sogleich die Tat. Die Tatsache, dass der Täter nach einem derartigen Angriff wieder auf freien Fuß gekommen ist und nun in Freiheit auf ein Gerichtsverfahren warten darf, lässt allerdings jegliche Abschreckungswirkung vermissen.