„Eine Impfpflicht ist die Absage auf das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Unverletzlichkeit der Freiheit der Person. Wer sie will, reagiert nicht auf eine angebliche ‚Freiheit der Willkür‘, sondern betreibt selbst Willkür und handelt präfaschistoid.“ Mit diesen Worten reagiert Fraktionschef Bernd Gögel MdL auf den gemeinsamen Gastbeitrag von Winfried Kretschmann (Grüne) und Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) in der FAZ. „Corona ist die erste Pandemie, in der wir Sicherheit über Freiheit stellen. Diesen Geist wird man auch nach einem möglichen Ende der Pandemie kaum wieder in die Flasche zurückbekommen. Freiheit ist das zentrale Motiv unseres Grundgesetzes, das Wort Sicherheit kommt daran nicht einmal vor. Die Abwehr von Seuchengefahr dagegen schon, aber bei der Unverletzlichkeit der Wohnung und der Freizügigkeit.“
Ausgrenzung zulasten der Freiheit trifft nie das Virus, sondern immer einen bestimmten Teil der Bevölkerung, weiß Gögel: „Erst waren es asiatisch aussehende Menschen, dann die Coronapartygänger, Reiserückkehrer vom Balkan, Glühweintrinker, Impfvordrängler … und jetzt sind es die ‚Ungeimpften‘, die sowohl für die Eindämmungsmaßnahmen als auch für die Pandemie insgesamt verantwortlich gemacht werden. Das ist Projektion und kann nicht Grundlage rationalen Regierungshandelns sein. Was früher als Ausweis einer offenen Gesellschaft galt, die Vielfalt von Meinungen und der Schutz von Minderheiten, wird inzwischen offen bekämpft. Wer an der Impfung zweifelt, trüge dazu bei, dass Personen erkranken und sterben, findet sich also auf der Anklagebank als Mörder wieder – obwohl die Impfung weder vor Infektion noch sicher vor schwerer Erkrankung und dem Tod schützt; und auch nicht davor, andere anzustecken. Kretschmann handelt nicht nur fahrlässig, sondern verantwortungslos und bedenkt nicht, dass wir nach einem Ende der Pandemie wieder zusammenleben müssen in diesem Land! Er will Konfrontation um jeden Preis. Und das ist ein zu hoher Preis.“