Neue Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Bundesbank zur Wirtschaftsentwicklung liegen vor: Für das nächste Jahr geht man von einem „Wachstum“ von 0,6 Prozent aus.
Es ist absurd, dass einige hier bereits eine Trendwende sehen. Erstens wurden solche Prognosen in den letzten Jahren allzu oft nach unten korrigiert. Zweitens sind 0,6 Prozent kein echtes Wachstum. Insbesondere gilt dies angesichts der deutlich besseren Zahlen in den meisten anderen europäischen Ländern. Migration ins Sozialsystem und die Überalterung kommen ebenfalls zum Tragen. Insofern wären weit höhere Wachstumszahlen nötig, um von einer echten Trendwende sprechen zu können.
Dafür ist auch eine politische 180-Grad-Wende erforderlich. Wir benötigen einerseits eine restriktivere Migrations- und eine aktivere Familienpolitik, damit das Wirtschaftswachstum auch wirklich bei den Bürgern ankommt. Darüber hinaus sind generelle Streichungen unnötiger ideologischer Staatsausgaben nötig.
Damit wäre der Weg für steuerliche Entlastungen frei, was auch die Abwanderung hochqualifizierter Deutscher begrenzen würde. Weltweite Umfragen unter Führungskräften zeigen in diesem Kontext, dass der Fachkräftemangel nirgendwo so massiv wie in Deutschland ist. Dazu trägt entscheidend die geringe Arbeitnehmerattraktivität aufgrund exorbitanter Steuern und Abgaben bei.