Erneut gab es einen Messerangriff, diesmal an einer Schule im badischen Bretten. Das Dramatische dabei: Opfer und Tatverdächtiger waren gleichermaßen minderjährig, Letzterer erst 13 Jahre alt.
An erster Stelle möchte ich natürlich dem verletzten Schüler eine gute Besserung wünschen. Offenbar liegen glücklicherweise nur leichte Verletzungen vor, jedoch hätte der Vorfall natürlich auch ganz anders ausgehen können.
Im Sinne der Schüler und ihrer Eltern sollte nun endgültig klar sein: Baden-Württemberg muss auf Bundesebene Druck machen, damit der Beginn der Strafmündigkeit (wie in vielen anderen Staaten auch) auf 12 Jahre abgesenkt wird und zudem das Jugendstrafrecht mit dem 18. Geburtstag vollständig endet. Wenn Jugendliche und auch Kinder immer mehr Rechte erhalten, müssen damit auch Pflichten einhergehen. Außerdem erkennt selbst CDU-Innenminister Strobl, dass die Gewalt bei unter 14-Jährigen ausufert und deswegen zumindest ab 13 ein solcher Schritt erfolgen sollte.
Der Unterschied von der AfD zur CDU ist jedoch, dass sich die AfD nicht von Linksaußen-Koalitionspartnern die Regierungspolitik diktieren lässt. Die Union setzt die Prioritäten hingegen völlig falsch.
Ja, Deutschland braucht eine Brandmauer – aber nicht gegen Demokraten, sondern gegen Gewaltkriminalität. Dies muss unabhängig von deren Hintergrund oder Motivation geschehen. Die Senkung der Strafmündigkeit ist dabei nur ein Mosaikstein neben höheren Mindeststrafen, einer besseren Ausstattung von Polizei und Justiz sowie umfassenden Abschiebungen ausländischer Straftäter.