Überlegungen in der Bundesregierung – Entlastungen im Gesundheitssystem: Praxisgebühr 2.0 ist der völlig falsche Weg!
Immerhin setzt man sich in der Bundesregierung mit den steigenden Kosten und der Überlastung des Gesundheitssystems auseinander. Die Lage der Krankenkassen ist in der Tat desaströs, weswegen demnächst 20 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens für die GKV fällig werden dürften. Auch sind Arzt- und sogar Notaufnahmenbesuche wegen Bagatellen zu häufig.
Die Schlussfolgerungen des CDU-Gesundheitspolitikers und Suchtbeauftragen der Bundesregierung Hendrik Streeck gehen dabei jedoch leider in die falsche Richtung. Dieser schlägt eine Wiedereinführung einer Eigenbeteiligung von Patienten in Arztpraxen vor.
Eine solche gab es jedoch schon einmal, und zwar unter dem Namen Praxisgebühr. Diese ist bekanntlich gescheitert, unter anderem wegen des bürokratischen Aufwands und wegen sozialer Bedenken. Eine sozial verträglichere Praxisgebühr würde die Bürokratie wiederum noch weiter erhöhen.
Es ist also vielmehr notwendig, an den Wurzeln des Problems anzusetzen. Dazu gehört einerseits, dass Arztbesuche bei offensichtlichen Lappalien eingestellt werden und dies in solchen Fällen auch den Patienten nahegelegt wird. Andererseits kann jedoch sehr wohl auch die Politik etwas ausrichten, um einen höheren Anteil an Nettozahlern und damit eine Entlastung für alle Versicherten zu erwirken. Beispielsweise ist weiterer Armutsmigration ist vorzubeugen, indem entsprechende Anreize wie Bürgergeld und überhöhte Asylleistungen für Migranten abgeschafft werden.


