Der erste Schritt des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump wurde erfolgreich durchgesetzt: 20 israelische Geiseln, darunter vier deutsche Doppelstaatsbürger, konnten nach über zwei Jahren Gefangenschaft endlich zu ihren Familien zurückkehren. Gleichzeitig hat Israel fast 2000 palästinensische Häftlinge freigelassen, darunter etliche mehrfache Mörder.
Dieser Preis war jedoch notwendig, um einen Waffenstillstand zu erreichen und das Sterben auf beiden Seiten damit vorerst zu beenden. Alleine deswegen gehört Donald Trump ein ausdrücklicher Dank ausgesprochen. Die weitere Implementierung des Friedensplans ist indes noch ungewiss, viel wird auch von der heutigen Konferenz zahlreicher Staats- und Regierungschefs in Ägypten abhängen.
Auch Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird dort mit am Tisch setzen. Es stellt sich jedoch die Frage, wieso dies überhaupt der Fall ist – abgesehen von der Tatsache, dass man das einwohnerreichste EU-Mitgliedsland ist. Substanzielles zur Befriedung hat Deutschland schließlich nicht beigetragen, sondern wurde vor allem unter der letzten Außenministerin Baerbock von allen Seiten eher belächelt.
Allerdings ist Deutschland nicht nur das einwohnerreichste, sondern auch das (natürlich nur in absoluten Zahlen) wirtschaftsstärkste EU-Mitgliedsland. Es dürfte insofern massive Anstrengungen geben, den deutschen Steuerzahler für einen Wiederaufbau in Gaza einzuspannen.
Dies muss nach Auffassung der AfD verhindert werden. Stattdessen ist der Wiederaufbau die Pflicht derjenigen islamischen Staaten, die jahrzehntelang die Hamas-Regierung in Gaza unterstützt haben – trotz der Tatsache, dass diese Gelder vorrangig in militärische Infrastruktur und Bewaffnung statt in Bildung und Wirtschaft gesteckt wurden. Für die Absicherung des Friedens durch Soldaten sind ohnehin diese Länder gefordert. Die Bundeswehr hat im Nahostkonflikt hingegen ähnlich wenig verloren wie einst in Afghanistan.