Der Bundeskanzler und CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz steht ebenso wie sein baden-württembergischer Landeschef und Spitzenkandidat Manuel Hagel für Duckmäusertum gegenüber linken Parteien. Die politische Linie der Regierungen mit CDU-Beteiligung lässt man aufgrund der irrationalen „Brandmauer“ wahlweise von der SPD, von den Grünen oder demnächst vielleicht sogar von beiden gleichzeitig bestimmen. Deren Verhandlungsmacht wird dementsprechend immer größer.
Abgrenzung von der AfD ist für Merz und Hagel also wichtiger als die Zukunft des Landes. Besonders bedauerlich ist dabei, dass dies auch den unteren CDU-Funktionären nach wie vor größtenteils gleichgültig ist. Dementsprechend wurde Merz mit 90 Prozent der Delegiertenstimmen nun erneut ins Amt des Parteivorsitzenden gewählt.
Die Bürger machen bei einer solchen Entwicklung jedoch nicht mit: Dass die CDU im Wahlkampf nach Jahren des grün-schwarzen Stillstandes plötzlich wieder konservativ auftritt, ist völlig unglaubwürdig. Nur mit einer deutlichen Stärkung der AfD ist insofern eine bürgerliche Politikwende hin zu mehr Sicherheit und Wirtschaftswachstum möglich.