Diese Zahlen sind erschütternd: In der Metall- und der Elektroindustrie gab es im Laufe eines Jahres (Vergleich des Monats Mai) einen Rückgang um 100.000 Arbeitsplätze, was 2,5 Prozent entspricht. Dieser scheint sich zu beschleunigen: 60.000 Stellen fielen alleine seit Jahrebeginn weg. Dies ist einer gestrigen Stellungnahme des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall zu entnehmen
Branchenriesen sind davor ebensowenig gefeit wie der Mittelstand: Bosch verkündete gerade heute einen Abbau von 1.100 Jobs in Reutlingen; insgesamt will der Konzern sogar 14.000 Stellen streichen. Keinere Betriebe leiden ihrerseits wiederum besonders stark unter den hohen Stromkosten. Schließlich bleibt die Stromsteuersenkung skandalöserweise Großunternehmen vorbehalten, was auch einer regelrechten Innovationsbremse gleichkommt.
Letzteres zeigt auch auf, woran es bei der deutschen Politik mangelt: an der Bereitschaft, den Staat nicht weiter aufzublähen und dadurch Entlastungen realisieren zu können. Bei der Strompreisbildung braucht es zudem den Wechsel vom Merit-Order-Prinzip zu einem anderen Verfahren, etwa dem in der Schweiz üblichen Gebotspreisverfahren.
Solche mutigen Schritte sind jedoch nicht von einer wahlweise SPD- oder Grünen-hörigen Union zu erwarten. Nur die AfD steht glaubwürdig für eine Wende hin zu mehr Wirtschafts- und Arbeitnehmerfreundlichkeit. Auch dieser Aspekt trägt gewiss dazu bei, dass unsere Partei in einer INSA-Umfrage erstmals seit Mai wieder mit der Union gleichgezogen ist.