21 Ermittlungsverfahren – darunter Raub, Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, Bedrohung, Drogenhandel, Diebstahl und das Erschleichen von Leistungen – und trotzdem läuft ein 21-jähriger Syrer in Gera frei herum.
Der Mann, geboren 2005 in Daraa (Syrien), konnte bei seiner Ankunft vor vier Jahren keine gültige Aufenthaltsgenehmigung vorweisen. Seitdem hat sich seine Strafakte weiter aufgebläht, immer neue Vorfälle kommen hinzu. Selbst der laufende Prozess wurde ausgesetzt, weil weitere Anschuldigungen bekannt wurden – ein neuer Termin steht noch nicht fest.
Viele Menschen fragen sich:
Warum greifen die Behörden bei einer solchen Vielzahl schwerwiegender Vorwürfe nicht konsequenter durch?
Wie kann es sein, dass Verfahren jahrelang dauern, während neue Taten hinzukommen?
Wer sorgt in der Zwischenzeit für die Sicherheit der Bürger vor Ort?
Solche Fälle schüren Unverständnis und verunsichern die Bevölkerung. Eines ist klar: Der Rechtsstaat kann nur dann Vertrauen genießen, wenn er konsequent und rechtzeitig handelt.