Ein Energiekonzern wie EnBW, der den Baden-Württembergern gehört, sollte in erster Linie bei der teuren und unzuverlässigen Stromversorgung im Inland anpacken – davon sollte man zumindest ausgehen. Stattdessen hat der zu über 90 Prozent vom Land und einigen kommunalen Verbänden gehaltene Konzern jedoch weitreichende Investitionen in Großbritannien getätigt. Bei einem Erfolg hätte dies zumindest Gelder in die klammen Kassen der Kommunen gespült.
Stattdessen gibt es nun jedoch die Hiobsbotschaft einer 1,2-Milliarden-Euro-Abschreibung. Denn investiert wurde natürlich in zwei Windparks – der grüne Finanzminister im Aufsichtsrat lässt grüßen. Weil das Projekt vor der walisischen Küste der britischen Regierung jedoch – oh Wunder – nicht mehr profitabel genug erschien, wurden nun doch keine Subventionsgarantien erteilt. Damit fehlte für Banken und andere Investoren die nötige Sicherheit. Nicht weniger als 970 Millionen Euro hat EnBW jedoch bereits in das Projekt investiert, hinzu kommen offenbar weitere Kosten und Risiken.
Für die AfD, die das Thema im Zuge einer aktuellen Debatte im Landtag behandeln ließ, steht daher fest: Die grün-schwarze Landesregierung kann kein Management und erst recht keine Energiepolitik. Gleichzeitig zeigt das Thema allen Kritikern der AfD-Energiepolitik: Die Windenergie ist in den meisten Fällen tatsächlich nicht profitabel und auch nicht günstig – zusätzlich zu solchen Offshore-Projekten etwa auch im windarmen Südwesten.
Die horrenden Kosten für Subventionen und den notwendigen Netzausbau lassen die Windkraft-Befürworter hingegen lieber unter den Tisch fallen. Weitere Nachteile für Mensch, Natur und Versorgungssicherheit kommen noch erschwerend hinzu – beim Schutz von Greifvögeln, Fledermäusen und Insekten vergessen die „Grünen“ gerne ihre politischen Wurzeln, sofern es der Windenergie entgegensteht.
Die AfD steht in der Energiepolitik hingegen für mehr Zuverlässigkeit und eine bezahlbare Zukunft für Bürger und Steuerzahler. Dazu brauchen wir weiterhin konventionelle Kraftwerke und in Zukunft auch wieder die Kernenergie.
Zudem sollte das Land in den Aufsichtsrat eines landeseigenen Großkonzerns kompetentere Personen als einen grünen Finanzminister entsenden. Langfristig stellt sich bei EnBW zur Risikovermeidung für Steuerzahler und Kommunen auch die Frage nach einer Privatisierung.