Die AfD durfte bei der gestrigen Landtagswahl in Rheinland Pfalz einen großartigen Erfolg feiern und ihr Ergebnis mehr als verdoppeln. Allen gewählten Mandataren möchte ich an dieser Stelle daher herzlich gratulieren und ihnen viel Erfolg bei der Abgeordnetentätigkeit wünschen. 19,5 Prozent entsprechen dem besten Wahlergebnis überhaupt in den „alten Bundesländern“.
Überhaupt nicht alt war dabei der durchschnittliche AfD-Wähler: Nachwahlbefragungen haben jeweils den ersten Platz unter den 18- bis 29-Jährigen (mit 22 Prozent) und den 30- bis 44- Jährigen (mit 26 Prozent) ermittelt. Hinzu kommt ein sehr guter zweiter Platz unter den 45- bis 59-Jährigen mit 24 Prozent. Damit liegt die AfD auch in der gesamten unter 60-jährigen Wählerschaft auf dem ersten Platz mit etwa 24 Prozent, wenn man eine Gesamtrechnung anhand der jeweiligen Bevölkerungsanteile der drei genannten Kohorten vornimmt.
Auch in der Generation ab 60 Jahren hat sich unser Anteil erhöht, ist mit 14 Prozent aber gleichwohl noch deutlicher auszubauen. Hier kommt zum Tragen, dass ältere Bürger noch verstärkt traditionelle Medien konsumieren, die die AfD vernachlässigen. An einer 20-Prozent-Partei, die eigenständig Untersuchungsausschüsse im Landtag einrichten kann, kommt deren Berichterstattung nun jedoch erst recht nicht mehr vorbei. Außerdem informieren sich auch diese Bürger immer eigenständiger im Internet. Insofern sind weitere Zuwächse auch in dieser Kohorte nur noch eine Frage der Zeit.
Die AfD erfährt jedenfalls eine breite Unterstützung über alle großen demographischen Gruppen hinweg, insbesondere jedoch unter Bürgern, die mitten im Leben stehen und keinerlei Verständnis für die linksideologische Verschwendung ihrer hart verdienten Steuergelder haben.
Die AfD ist also tatsächlich zu einer Volkspartei geworden. Einzig eine Regierungsverantwortung mit realpolitischen Veränderungsmöglichkeiten fehlt oberhalb der Kommunalebene noch. In Sachsen-Anhalt sind die diesbezüglichen Aussichten im September allerdings ausgezeichnet – gegen eine absolute Mandatsmehrheit kommt keine „Brandmauer“ an.