Bereits seit 2005 bestand das Problem: Damals geschah bei der Datenübertragung der Lehrkräfte-Stellenverwaltung Baden-Württembergs ein folgenschwerer Fehler. Seither wurden in jedem Jahr 80 bis 100 weitere unbelegte Stellen als belegt gemeldet. Mittlerweile summiert sich die Anzahl auf 1.440.
Fehler können jeder Regierung passieren – dass ein derart wichtiges IT-System jedoch über 20 Jahre (!) hinweg nicht generalüberholt oder zumindest gründlich auf Fehler überprüft wird, ist ein Skandal und ein Trauerspiel. Die mangelnde IT-Kompetenz unter schwarzen, roten und grünen Ministern hat nämlich handfeste negative Auswirkungen auf die Klassengrößen und damit die Bildungsqualität in Baden-Württemberg. Nach Auffassung der AfD-Fraktion ist nun nicht nur eine Entschuldigung und Aufarbeitung fällig, sondern ebenfalls eine gründliche Prüfung auf ähnlich folgenschwere IT-Probleme, auch in anderen Landesministerien.
Die sinngemäße Aussage aus dem Ministerium, dass Minderausgaben von zuletzt 110 bis 120 Millionen Euro pro Jahr eben nicht aufgefallen und doch eine positive Auswirkung wären, lässt jedoch auf mangelnde Professionalität und verfehlte politische Prioritäten schließen. Insofern wird die AfD-Fraktion trotz der Ankündigungen eines verbesserten Controllings und der Einrichtung einer Arbeitsgruppe sehr wachsam bleiben.